Weiter geht's im Alphabet

Das Alphabet wird einmal durchgespielt. Das Projekt 2017 steht bevor und wir erreichen nach unserem Konzept die Buchstaben I und J.

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2013 brachte der damalige Vorstand die Idee zum Ausdruck, den Konzerten der BPN ein jahresübergreifendes Konzept zu geben. Die Projektjahre sollten in einen Zusammenhang gestellt werden. Nach einigem Überlegen wurde beschlossen, die Auswahl der Stücke dem Alphabet folgen zu lassen. Gleich im selben Jahr wurde begonnen. Das hieß damals, alle KomponistInnen trugen entweder den Anfangsbuchstaben A oder B. Gespielt wurden beispielsweise Barnes, Appermont und Bernstein. Matthias und den Musikern gefiel das Konzept gut, sodass es seitdem eingehalten wird. Weiter ging es mit C & D 2014, E & F 2015 und G & H 2016. In diesem Jahr gibt es eine kleine Änderung, da ab jetzt auch immer ein so genanntes Hauptwerk gespielt werden soll. Hauptwerke bilden den Mittelpunkt eines Konzertaktes und auf ihnen liegt der Schwerpunkt während derr Probenarbeit.

James Barnes' dritte Sinfonie wird auch "Die Tragische" genannt. Er schreibt im Vorwort der Partitur zu seinem Werk:

"Die Dritte Sinfonie war ein Auftragswerk der United States Air Force Band, Washington D.C.. Der damalige Dirigent dieses Orchesters, Col. Alan Bonner, sagte mir, er wolle ein wirklich großes Werk für Blasorchester haben. Er legte weder Wert auf Stil, Länge, Schwierigkeitsgrad oder sonst irgendetwas. Mir wurde also völlig freie Hand gelassen das zu schreiben, was ich wollte. Ich begann an diesem Werk zu arbeiten, als ich in einer sehr schweren Lebenssituation war, nämlich kurz nachdem unser Baby Nathalie gestorben war. Diese Sinfonie ist das Werk mit dem größten emotionalen Kräfteverschleiß, das ich je komponiert habe. Müsste man ihr einen Beinamen geben - ich glaube "tragisch" würde gut zu ihr passen. Das Werk entwickelt sich von der tiefsten Dunkelheit der Verzweiflung bis hin zum Erstrahlen von Erfüllung und Freude.

Der erste Satz verarbeitet viel Frustration, Bitterkeit, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit - all meine eigenen persönlichen Gefühle nach dem Verlust meiner Tochter. Das Scherzo (2. Satz) geht mit beißendem Spott und bitterer Süße an dieses Thema, was auch mit Anmaßung und der Selbstgefälligkeit bestimmter Leute in dieser Welt zu tun hat. Der dritte Satz ist eine Fantasie darüber, wie meine Welt ausgesehen hätte, wenn Nathalie in ihr gelebt hätte. Es ist ein Abschiedslied für sie. Das Finale (4. Satz) steht für die Wiedergeburt des Geistes, einem Versöhnungsversuch für uns alle. Das zweite Thema dieses letzten Satzes basiert auf einer alten lutherischen Hymne auf die Kinder "Weil ich Jesu Schäflein bin". Diese Hymne wurde an Nathalies Beerdigung gesungen. Die letzte Strophe dieses Liedes lautet:

Sollt ich denn nicht fröhlich sein,
ich beglücktes Schäfelein?
Denn nach diesen schönen Tagen
Werd ich endlich hingetragen
In des Hirten Arm und Schoß:
Amen, ja mein Glück ist groß!

Am 25. Juni 1994, drei Tage nachdem ich die Sinfonie beendet hatte, wurde unser Sohn Billy Barnes geboren. So wie der dritte Satz Nathalie gewidmet ist, ist das Finale für Billy und ein Ausdruck unserer Freude, dass wir, nach dem tragischen Tod seiner Schwester, mit ihm gesegnet wurden."

Letzte Änderung am Donnerstag, 04 Mai 2017 11:58

2 Kommentare

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